Another perfect day in Provincetown

Dienstag, 26.09.2006

Schöner als heute kann ein Tag eigentlich fast nicht mehr sein. Die Nachricht von Leons Geburt, ein langer Spaziergang am Cahoon Hollow Beach, perfektes strahlend schönes Spätsommerwetter, ein Besuch im Whitman Quilt House und am Nachmittag die Sunset Whale Watch Tour - es war ein unglaublicher Tag.

Nach dem unglaublichen gestrigen Vormittag wollten wir es heute noch einmal wissen - wir wollten nochmal raus, nochmal aufs Meer, nochmal Wale sehen. Die Tour gestern war schön, spannend und beeindruckend. Dennoch - eine Tour am späten Nachmittag in den Sonnenuntergang, dazu noch an einem so strahlenden Tag wie heute - das wäre das i-Tüpfelchen.

Den Vormittag verbrachten wir am Cahoon Hollow Beach, einem Strand auf der Atlantikseite von Wellfleet. Hier bot sich uns das gleiche Schauspiel wie an P-Towns ocean beaches - eine schier unglaubliche Farbintensität ließ mich wünschen, richtig malen zu können. Diese Farben, dieses Licht einfangen - selbst mit unseren durchaus guten Kameras kaum wirklich möglich. Es scheint, als ob hier mehr Farbtöne wahrnehmbar sind, blau immer noch blauere Schattierungen aufweist, Sand die ganze Farbpalette von beinahe weiß bis dunkelkaramel abdeckt und das Wasser in ein und demselben Augenblick von hellgrün, klar, über türkis bis dunkelblau schillert.

Die Farbpalette wurde durch ein flammendes Orange ergänzt, als wir auf dem Meer den schönsten Sonnenuntergang erlebten, den man sich vorstellen kann. Wir waren tatsächlich um halb fünf nachmittags noch einmal mit rausgefahren. Und es war die beste Idee, die wir hätten haben können - das Wetter war perfekt, sonnig, warm, die See ruhig und die grauen Riesen in Partylaune. Anders kann man es nicht erklären, dass unser Boot, die Portuguese Princess, teilweise von bis zu zehn Walen umkreist wurde!  

Auch heute sahen wir wieder Jungtiere mit ihren Müttern - und ein ganz besonders vorwitziges Walbaby. Die zwei trauten sich sehr nah an unser Schiff heran. Der Motor war abgestellt, das Boot trieb und die beiden tauchten in immer geringerer Distanz zu uns wieder auf. Wir standen ganz vorne im Bug und konnten wunderbar beobachten, wie das Kleine sich immer weiter von der Mutter entfernte. Unter Wasser konnten wir die helle Unterseite des Tieres deutlich erkennen - es befand sich direkt unter unserem Bug, der ein Stück aus dem Wasser heraus reichte. Wir hielten die Luft an und starrten auf den hellen Fleck im Wasser. Dann plötzlich durchbrach die Oberfläche und nicht die bekannte Rückenflosse erschien - der kleine Wal stand beinahe senkrecht im Wasser uns streckte uns seinen Kopf entgegen!

ich habe selten so viele Kameraauslöser gleichzeitig klicken gehört. Der kleine Wal nahm uns in Augenschein! Dieses Spiel wiederholte sich och zweimal, bevor die Mutter das Kleine wieder unter ihre Fittiche nahm. Sie schwammen noch einige Runden um uns herum, bevor die zwei mit einem eleganten Schwung des gesamten Körpers wieder in tiefere Regionen herabsanken.

Gegen 18.30 Uhr ging langsam die Sonne unter. Ein Wal begleitete uns bereits seit einiger Zeit, tauchte immer wieder auf, wo wir ihn nicht erwarteten. Hohe Wasserfontänen und der  gigantische dunkle Körper vor der untergehenden Sonne - wenn ich es nicht erlebt hätte, hätte ich mich im Kino gewähnt. Es war beinahe zu schön, um wahr zu sein.

 

27.9.06 03:07

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